Ich schreibe. So richtig viel. Jawohl. Momentan stürze ich mich auf Underdark, meine auf Englisch verfasste Cyberpunk-Horrorstory und ich habe in nicht ganz zwei Wochen mehr geschrieben, als im ganzen restlichen Jahr.
Das erste Kapitel hat ein Ende gefunden, das zweite ist gut in Arbeit und auch Plot und Charaktere machen sich. Ich bin schwer begeistert. Die Geschichte hat zwar noch ein paar Haken, vor allem, weil ich mich mit Chemie beschäftigen muß, was so gar nicht mein Ding ist. Aber insgesamt bin ich wirklich zufrieden.
Ich sehe das ein wenig als NaNo Training, quasi ein Warmlaufen, bevor es im November ans Eingemachte geht und ich täglich fast 1700 Wörter schaffen möchte um dann auch endlich mal den NaNo für mich persönlich zu gewinnen. Bisher bin ich auf einem guten Weg. Fast jeden Tag den ich schreibe, steigt mein täglicher Wordcount. Bisher bin ich bei knapp 800, also nicht so schlecht, wie ich finde. Das lässt sich bis Monatsende auf jedenfall verdoppeln.
Allein daher hat das Netbook sich für mich schon gelohnt, denn nun schreibe ich tatsächlich in der Straßenbahn und muß nicht erst abends alles nochmal abtippen. Das schont die Augen, die Nerven, das Handgelenk und spart unglaublich Zeit.
Fazit wäre also: ich bin irgendwie glücklich. Ein seltsamer Zustand, an den ich mich erst wieder gewöhnen muß.
Dazu passend ein Zitat aus Underdark: »It is much easier to wallow in self-pity and despair, than to pull yourself together and be happy. «
Das mir dieser Gedanke gestern abend kam, als ich mir Gedanken über den Gemütszustand eines Charakters machte, ist vielleicht symptomatisch für mich. Schreiben als Katharsis, oder so ähnlich. Aber das ist einer der Gründe, warum ich schreibe und es mich wirklich erfüllt, wenn ich dazu in der Lage bin und es mich fertigmacht, wenn es nicht geht.
Donnerstag, 24. September 2009
Hurra, hurra
Das Netbook ist da. Gerade richte ich alles ordentlich ein (IE durch firefox ersetzen und solche Dinge),lade mir OpenOffice und schaue nebenbei Jane Eyre. Nun kann der NaNo kommen und ich werde nicht erst abends hundemüde am Rechner sitzen müssen und das am Tag Geschriebene mühsam abtippen. Die Tastatur ist natürlich kleiner, aber ich komme erstaunlich gut zurecht. Reagiert aber auch gut. 
Jetzt wird weiter gebastelt und darum sage ich mal:gute Nacht Welt.
Jetzt wird weiter gebastelt und darum sage ich mal:gute Nacht Welt.
Mittwoch, 23. September 2009
Der Spam, die Spam, das Spam
Manchmal frage ich mich, ob ich dieses Blog nicht hauptsächlich zur Freude diverser Spamabsender führe... In drei Tagen hatte ich über 40 zu bewilligende Kommentare und ich fragte mich schon, was das sein kann. Und dann waren es über 40 Hinweise auf solch erbauliche Seite, die einem eindeutige Hilfestellung bei Problemen zur Durchführung des Geschlechtsaktes geben wollen - in Form spärlich oder gar nicht bekleideter Frauen, dubioser medizinischer Präparate oder ähnlichem. Hust
Nun, ich lasse gottseidank keine Kommentare ohne vorherige Prüfung durchgehen, was bei einigen der gebotenen Bilder auch sicherlich im Sinne des Jugenschutzes war.
Irgendwie erheitert mich das ja schon. Genauso wie die tollen Spammails, in denen mir Brustvergrößerungen, Penisverlängerungen oder 1 Mio Dollar in kleinen Scheinen angeboten werden. Manche dieser Mails sind ein wahrer Ausbund an Kreativität - zumindest in Bezug auf Rechtschreibung.
Aber gleichzeitig ärgere ich mich. Denn was fällt diesen Deppen ein, mein Postfach zuzumüllen, mein Blog mit Fake-Kommentaren zu überfüllen und überhaupt. Naja, ich schaue gleich mal, wieviel Spam es denn heute wieder war und mache mich ans Löschen.
In diesem Sinne: fröhliches spammen...
Nun, ich lasse gottseidank keine Kommentare ohne vorherige Prüfung durchgehen, was bei einigen der gebotenen Bilder auch sicherlich im Sinne des Jugenschutzes war.
Irgendwie erheitert mich das ja schon. Genauso wie die tollen Spammails, in denen mir Brustvergrößerungen, Penisverlängerungen oder 1 Mio Dollar in kleinen Scheinen angeboten werden. Manche dieser Mails sind ein wahrer Ausbund an Kreativität - zumindest in Bezug auf Rechtschreibung.
Aber gleichzeitig ärgere ich mich. Denn was fällt diesen Deppen ein, mein Postfach zuzumüllen, mein Blog mit Fake-Kommentaren zu überfüllen und überhaupt. Naja, ich schaue gleich mal, wieviel Spam es denn heute wieder war und mache mich ans Löschen.
In diesem Sinne: fröhliches spammen...
Montag, 21. September 2009
Supermassive Black Hole...
... in my head - könnte ich gerade sagen und es wäre leider wahr.
Es gibt einfach Tage, an denen geht gar nichts. Das sind die Tage, an denen ich am liebsten morgens die Decke über den Kopf ziehen und mich vor der Welt verstecken würde.
Dabei war das Wochenende schön und ich hatte Spaß. Muß dann der Montag so eine Ernüchterung sein?
Es gibt einfach Tage, an denen geht gar nichts. Das sind die Tage, an denen ich am liebsten morgens die Decke über den Kopf ziehen und mich vor der Welt verstecken würde.
Dabei war das Wochenende schön und ich hatte Spaß. Muß dann der Montag so eine Ernüchterung sein?
Sonntag, 20. September 2009
Hach, die Aufgregung
Ich bin schon ganz hibbelig. Nicht nur wegen des NaNo, auf den ich mich in diesem Jahr wirklich seeehr freue, sondern auch wegen des neuen Schreibgerätes, das ich mir gegönnt habe und auf das ich nun sehnsüchtig warte. Es ist klein, es ist blau und es hat wegen der Farbe drei Wochen Lieferzeit... Wer dieses schnuckelige Schätzchen bewundern will, hier kann man es in aller Pracht sehen (das Acer Aspire One D250, allerdingsmit Vista, nicht XP als Betriebssystem).
In weiß hätte ich es sofort haben können, aber ich wollte eben blau. Und darum muß ich nun fingernägelkauend vor meinem alten Läppi sitzen und ein wenig rumhibbeln.
Aber ich komme auch mit dem Hintergrund zu meinem NaNoRoman sehr gut voran. Nachdem ich mich spontan für eine Verlegung des Schauplatzes von New York nach London entschlossen habe, geht es sogar wesentlich besser. Ich war in London, bin durch die Straßen gelaufen, habe die Luft geatmet, die Menschen gesehen, die U-Bahn, das Verkehrschaos erlebt und mich stundenlang in den Museen der Stadt herumgetrieben. Das kann ich von New York nicht behaupten, also lasse ich besser die Finger davon. Denn auch wenn das ganze ein "unrealistischer" Vampirroman wird, er ist in unserer realen Welt angesiedelt und da möchte ich eben lieber über etwas schreiben, das ich kenne. Außerdem kann ein Teil des Romanes dann in Oxford spielen und nicht in irgendeiner plöden amerikanischen Eliteuni
.
Und dann hatte ich vor zwei Tagen die absolut geniale Idee, was meinen Plot im Plot angeht: der Roman handelt von einer Autorin, die einen Roman schreibt. Also brauchte ich die Habdlung dieses Romanes. Und da fiel mir der Plot eines lange ad acta gelegten Vampirromanes ein. Das ganze hatte damals einen leichten Krimi/Mystery Touch und nun baue ich das alles so um, das noch eine Spur Thriller hinzukommt. Voila, fertig ist die Handlung in der Handlung. Denn das hat mir wirklich noch Kopfzerbrechen bereitet. Aber da der alte Roman sowieso nur als Fragment existiert, ist es nicht schade drum, die Geschichte in meinem NaNoprojekt zu verwursten.
Jetzt muß ich nur noch die Frage der Perspektive für mich lösen und dann kann der November bald kommen. Obwohl die Recherche gerade noch läuft, da mache ich mir nichts vor. Mir fehlen noch ein paar grundlegende Fakten, hauptsächlich über London, die ich in den nächsten Wochen aber recherchiere und dann ist die Wissenslücke auch gestopft. Es lebe Google Earth, sag ich da nur.
In weiß hätte ich es sofort haben können, aber ich wollte eben blau. Und darum muß ich nun fingernägelkauend vor meinem alten Läppi sitzen und ein wenig rumhibbeln.
Aber ich komme auch mit dem Hintergrund zu meinem NaNoRoman sehr gut voran. Nachdem ich mich spontan für eine Verlegung des Schauplatzes von New York nach London entschlossen habe, geht es sogar wesentlich besser. Ich war in London, bin durch die Straßen gelaufen, habe die Luft geatmet, die Menschen gesehen, die U-Bahn, das Verkehrschaos erlebt und mich stundenlang in den Museen der Stadt herumgetrieben. Das kann ich von New York nicht behaupten, also lasse ich besser die Finger davon. Denn auch wenn das ganze ein "unrealistischer" Vampirroman wird, er ist in unserer realen Welt angesiedelt und da möchte ich eben lieber über etwas schreiben, das ich kenne. Außerdem kann ein Teil des Romanes dann in Oxford spielen und nicht in irgendeiner plöden amerikanischen Eliteuni
Und dann hatte ich vor zwei Tagen die absolut geniale Idee, was meinen Plot im Plot angeht: der Roman handelt von einer Autorin, die einen Roman schreibt. Also brauchte ich die Habdlung dieses Romanes. Und da fiel mir der Plot eines lange ad acta gelegten Vampirromanes ein. Das ganze hatte damals einen leichten Krimi/Mystery Touch und nun baue ich das alles so um, das noch eine Spur Thriller hinzukommt. Voila, fertig ist die Handlung in der Handlung. Denn das hat mir wirklich noch Kopfzerbrechen bereitet. Aber da der alte Roman sowieso nur als Fragment existiert, ist es nicht schade drum, die Geschichte in meinem NaNoprojekt zu verwursten.
Jetzt muß ich nur noch die Frage der Perspektive für mich lösen und dann kann der November bald kommen. Obwohl die Recherche gerade noch läuft, da mache ich mir nichts vor. Mir fehlen noch ein paar grundlegende Fakten, hauptsächlich über London, die ich in den nächsten Wochen aber recherchiere und dann ist die Wissenslücke auch gestopft. Es lebe Google Earth, sag ich da nur.
Montag, 14. September 2009
Das Nahen des NaNo
Bald ist es wieder so weit, der erste November naht mit Riesenschritten und ich bin dieses Jahr absolut optimistisch, daß der diesjährige NaNoWriMo für mich ein Erfolg wird. Unter Erfolg verbuche ich für mich schon, wenn ich den Monat durchhalte, ob ich die 50k Wörter packe oder nicht, sehe ich da erst einmal als zweitrangig an.
Ich schwanke in diesem Jahr zwischen Vampiren und - Vampiren. Das eine wäre mein NaNobuch aus dem letzten Jahr, nach 220 Wörtern aufgegeben, weil ich es zeitlich einfach nicht packen konnte. Das andere wäre, angeregt durch Maja, die ihre alten Vampire wieder zu Tage gefördert hat, mein alter Vampirroman - ein Anne Rice inspiriertes Werk aus dem Jahr 1997.
Ersteres ist eine Beißer-Parodie mit ernsten Untertönen, das andere ein leicht depressiver Vampirkrimi ohne Happy End... nun muß ich mich entscheiden, aber das fällt mir nicht leicht.
Bei beiden besteht Rechercheaufwand, Charakterzeichnung und komplettes Durchplotten kommen noch dazu. Der Arbeitsaufwand dürfte in etwa gleich sein. Mal schauen, vielleicht werfe ich heute abend eine Münze.
Ich schwanke in diesem Jahr zwischen Vampiren und - Vampiren. Das eine wäre mein NaNobuch aus dem letzten Jahr, nach 220 Wörtern aufgegeben, weil ich es zeitlich einfach nicht packen konnte. Das andere wäre, angeregt durch Maja, die ihre alten Vampire wieder zu Tage gefördert hat, mein alter Vampirroman - ein Anne Rice inspiriertes Werk aus dem Jahr 1997.
Ersteres ist eine Beißer-Parodie mit ernsten Untertönen, das andere ein leicht depressiver Vampirkrimi ohne Happy End... nun muß ich mich entscheiden, aber das fällt mir nicht leicht.
Bei beiden besteht Rechercheaufwand, Charakterzeichnung und komplettes Durchplotten kommen noch dazu. Der Arbeitsaufwand dürfte in etwa gleich sein. Mal schauen, vielleicht werfe ich heute abend eine Münze.
Donnerstag, 10. September 2009
Hei, Hei Wickie, Hei Wickie Hei
Eigentlich schreibe ich nicht gerne Rezensionen, kurz nachdem ich einen Film gesehen habe. Im schlimmsten Fall wird es eine Wiederholung der besten Szenen gewürzt mit Zitaten.
Aber hier mache ich mal eine Ausnahme und weihe gleich die neue Kategorie At the Movies mit einer kurzen Besprechung von Wickie und die starken Männer ein.
Wer glaubt, Bully Herbig könne nur Filme machen, in denen sich Schwulenwitze und derbe Zoten die Klinke in die Hand geben, der wird mit Wickie in die Ecke gestellt. Es gibt ein oder zwei Witze, die vielleicht eher die schlichteren Gemüter ansprechen, aber das war es dann auch schon.
Viele kleine und schöne Details lassen die Welt der Wikinger Flakes lebendig werden und brachten mich mühelos zurück in die Zeit meiner Lieblingsserie. Der schlaue Wickie, der mit Köpfchen das zuwege bringt, was starke Männer nicht schaffen, das war der Held meiner Kindheit. Ein Held der auch einmal Angst haben kann, sich dann aber umdreht und der Angst mit seinem Verstand ein Schnippchen schlägt - so wollte ich auch sein.
Voller freudiger Erwartung ins Kino zu gehen und nicht enttäuscht zu werden, das ist für mich persönlich der Maßstab eines gelungenen Filmes.
Bully schafft einen wunderbar warmherzigen Film mit liebenswerten Charakteren, nun, den schrecklichen Sven einmal außen vor, der nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene mühelos unterhalten kann.
Neben der eigentlichen Filmhandlung wimmelt es vor Zitaten und Anspielungen aus und auf andere Filme. Sätze wie "Wir werden ein größeres Boot brauchen", schwarze Geisterschiffe mit zerfetzten schwarzen Segeln und viele andere Kleinigkeiten lassen das Herz jedes Cineasten höherschlagen.
Definitiv einer der Favoriten des Filmes war für mich übrigens Christoph Maria Herbst, der in einer unglaublichen Maske verborgen ist und einen wirklich schmierig-fiesen Charakter spielt und es schafft, diesen Pokka (die rechte Hand Svens) irgendwie niedlich sein zu lassen...
Insgesamt war die Besetzung sehr gelungen und zusammen mit der grandiosen Maskenbildnerischen Arbeit wurde die Mannschaft Halvars, wie man sie aus der Zeichentrickserie von 1974 kennt zum Leben erweckt.
Fazit: ein wirklich lohnender Film, für alle großen und kleinen Wickiefans und solche, die es noch werden wollen. Unbedingt anschauen.
Aber hier mache ich mal eine Ausnahme und weihe gleich die neue Kategorie At the Movies mit einer kurzen Besprechung von Wickie und die starken Männer ein.
Wer glaubt, Bully Herbig könne nur Filme machen, in denen sich Schwulenwitze und derbe Zoten die Klinke in die Hand geben, der wird mit Wickie in die Ecke gestellt. Es gibt ein oder zwei Witze, die vielleicht eher die schlichteren Gemüter ansprechen, aber das war es dann auch schon.
Viele kleine und schöne Details lassen die Welt der Wikinger Flakes lebendig werden und brachten mich mühelos zurück in die Zeit meiner Lieblingsserie. Der schlaue Wickie, der mit Köpfchen das zuwege bringt, was starke Männer nicht schaffen, das war der Held meiner Kindheit. Ein Held der auch einmal Angst haben kann, sich dann aber umdreht und der Angst mit seinem Verstand ein Schnippchen schlägt - so wollte ich auch sein.
Voller freudiger Erwartung ins Kino zu gehen und nicht enttäuscht zu werden, das ist für mich persönlich der Maßstab eines gelungenen Filmes.
Bully schafft einen wunderbar warmherzigen Film mit liebenswerten Charakteren, nun, den schrecklichen Sven einmal außen vor, der nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene mühelos unterhalten kann.
Neben der eigentlichen Filmhandlung wimmelt es vor Zitaten und Anspielungen aus und auf andere Filme. Sätze wie "Wir werden ein größeres Boot brauchen", schwarze Geisterschiffe mit zerfetzten schwarzen Segeln und viele andere Kleinigkeiten lassen das Herz jedes Cineasten höherschlagen.
Definitiv einer der Favoriten des Filmes war für mich übrigens Christoph Maria Herbst, der in einer unglaublichen Maske verborgen ist und einen wirklich schmierig-fiesen Charakter spielt und es schafft, diesen Pokka (die rechte Hand Svens) irgendwie niedlich sein zu lassen...
Insgesamt war die Besetzung sehr gelungen und zusammen mit der grandiosen Maskenbildnerischen Arbeit wurde die Mannschaft Halvars, wie man sie aus der Zeichentrickserie von 1974 kennt zum Leben erweckt.
Fazit: ein wirklich lohnender Film, für alle großen und kleinen Wickiefans und solche, die es noch werden wollen. Unbedingt anschauen.
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