Ich schreibe. So richtig viel. Jawohl. Momentan stürze ich mich auf Underdark, meine auf Englisch verfasste Cyberpunk-Horrorstory und ich habe in nicht ganz zwei Wochen mehr geschrieben, als im ganzen restlichen Jahr.
Das erste Kapitel hat ein Ende gefunden, das zweite ist gut in Arbeit und auch Plot und Charaktere machen sich. Ich bin schwer begeistert. Die Geschichte hat zwar noch ein paar Haken, vor allem, weil ich mich mit Chemie beschäftigen muß, was so gar nicht mein Ding ist. Aber insgesamt bin ich wirklich zufrieden.
Ich sehe das ein wenig als NaNo Training, quasi ein Warmlaufen, bevor es im November ans Eingemachte geht und ich täglich fast 1700 Wörter schaffen möchte um dann auch endlich mal den NaNo für mich persönlich zu gewinnen. Bisher bin ich auf einem guten Weg. Fast jeden Tag den ich schreibe, steigt mein täglicher Wordcount. Bisher bin ich bei knapp 800, also nicht so schlecht, wie ich finde. Das lässt sich bis Monatsende auf jedenfall verdoppeln.
Allein daher hat das Netbook sich für mich schon gelohnt, denn nun schreibe ich tatsächlich in der Straßenbahn und muß nicht erst abends alles nochmal abtippen. Das schont die Augen, die Nerven, das Handgelenk und spart unglaublich Zeit.
Fazit wäre also: ich bin irgendwie glücklich. Ein seltsamer Zustand, an den ich mich erst wieder gewöhnen muß.
Dazu passend ein Zitat aus Underdark: »It is much easier to wallow in self-pity and despair, than to pull yourself together and be happy. «
Das mir dieser Gedanke gestern abend kam, als ich mir Gedanken über den Gemütszustand eines Charakters machte, ist vielleicht symptomatisch für mich. Schreiben als Katharsis, oder so ähnlich. Aber das ist einer der Gründe, warum ich schreibe und es mich wirklich erfüllt, wenn ich dazu in der Lage bin und es mich fertigmacht, wenn es nicht geht.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Strangely happy
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