Heute steht bei mir ein Fortsetzungsroman auf dem Plan: der Haushalt Teil 2. Und gerade sitze ich hier mit einem Becher Kaffee und frage mich, wie ich es schaffen soll, einen Hyperantrieb in einen Raumjäger zu basteln, wenn das ganze nicht zu sehr nach Star Wars aussehen soll... Ja, richtig, meine Space Opera drängt sich mit ihren technischen Details geradezu auf. Gestern hatte ich die spontane Idee, daß meine Prota (eine Ex-Pilotin, die nach einem recht traumatischen Erlebnis den Dienst quittierte und die sich nun so fern vom Weltraum wie möglich aufhält) auf einem übertechnisierten Planeten den Leuten das Geld mit unnötigen technischen Spielereien aus der Tasche zieht. Das fand ich schon mal ok, auch wenn die gute Frau noch immer einen Namen zu ihrem Aussehen braucht... Einen Namen, der ebenfalls nicht nach Star Wars klingen soll. (Btw: Maja, ich brauch den MassEffekt Screenshot, dringend!)
Generell bin ich gerade in der Zwickmühle, daß ich nicht genau weiß, ob es einen Erdbezug geben soll, oder es ein komplett eigenständiges Universum wird. Der Vorteil bei ersterem wäre der Wiedererkennungseffekt für die Leser, der Vorteil bei letzterem wäre die komplette Freiheit für mich. Da könnte ich mich Weltenbastlerisch so frei bewegen, wie es sonst nur in der Fantasy geht.
Ich weiß schon einiges über meine Prota, zum Beispiel, daß sie eine Vorliebe für gewisse Drogen entwickelt hat, die ihre Erinnerungen relatv gut im Zaum halten - mit anderen Worten, sie pustet sich nach und nach das Gehirn weg. Sie wird vermutlich mein negativster Charakter, denn das die Drogen noch andere Nebenwirkungen haben, ist ja schon mal klar. Wenn sie nicht gerade von einem Delirium zum nächsten springt, nutzt sie ihre technischen Kenntnisse, um das Geld für die Drogen zu bekommen. Sie ist ziemlich abgestürzt und eigentlich kurz vor total hinüber, als eine Nachricht vor ihre Füße fällt (in Form eines frisch Vergestorbenen) die sie zurück in ihr altes Leben zieht und sie zwingt, sich mit ihrer Vergangeheit auseinanderzusetzen. Ich freue mich schon auf die massiv depressiven Szenen mit ihr.
Gerade fiel mir dann aber ein, ich muß noch aufpassen, daß es nicht zu sehr nach Honor Harrington gerät... obwohl die gute Honor ja nicht so sehr zu Selbstmitleid und Depressionen neigt. Auch die Weltraumkämpfe in den Büchern sind von ganz anderer Art, als ich es plane, von daher...
Aber jetzt schreit der Haushalt weiter nach Aufmerksamkeit... also reiße ich mich mal von meinem Plot und dem Blog hier los und gebe meiner Küche den Rest
